Big Data

 

 Big Data. Big Hype! Big Impact?

 

Weltweit nimmt die Datenmenge um nahezu 40% pro Jahr zu, und die hieraus resultierenden Umsatz- und Einsparungspotentiale belaufen sich bis 2018 auf eine Summe von über 600 Millionen. Bei der Bewältigung der damit entstehenden Herausforderungen, denen sich die DTAG zu stellen hat, übernehmen die T-Labs eine zentrale Rolle in Bezug auf die Ausgestaltung des stetig wachsenden Marktes.

​Big Data –was ist das überhaupt?

Viele Analysten sowie Experten reden von Big Data. Der Begriff ist aus der Kommunikation kaum mehr wegzudenken – doch was bedeutet er exakt? Einfach gesagt handelt es sich um riesige Datenmengen unterschiedlicher Art und Herkunft. Herkömmliche Methoden zur Datenorganisation, Datenarchitekturen, Datenmanagement sowie Datenanalysewerkzeuge stoßen schnell an ihre Grenzen. Neben der Entwicklung spezieller technischer Lösungen, Methoden und Konzepte zur Bewältigung der ständig anwachsenden Datenflut benötigen Unternehmen Strategien, um wirtschaftlichen Nutzen aus den vorhandenen Daten ziehen zu können.

Warum ist Big Data der neue Hype?

Dem globalen Datenmarkt bestehend aus unterschiedlichsten Diensten, Software- und Hardwarelösungen wird ein enormes Wachstum von nahezu 40% pro Jahr vorausgesagt. Aktuellen Berechnungen zufolge verdoppelt sich das Datenvolumen alle zwei Jahre, was laut Statistiken durch die zunehmende automatische Erzeugung von Daten verursacht wird. Die somit entstehenden Umsatz- und Einsparungspotentiale belaufen sich bis 2018 auf eine Summe von über 600 Millionen. Dieses Wachstum beschränkt sich nicht nur auf einen Industriesektor sondern zieht sich quer durch verschiedenste Industrien. Neben Kundeninformationen, die jedem Unternehmen vorliegen, spielen in bestimmten Bereichen wie beispielsweise im Finanzsektor die Transaktionsdaten oder in der Telekommunikation die Verbindungsdaten eine spezielle Rolle und verursachen großes Datenaufkommen. Auch die Zunahme digitaler Güter wie Bilder, Filme und Musik sind hier nicht zu vernachlässigen und benötigen neue Methoden der Speicherung, Verarbeitung und intelligenten Verbreitung über das Telekommunikationsnetz.

Von Datenbergen zu marktfähigen Diensten

Für die T-Labs wird es spannend, wenn aus unstrukturierten Datenbergen konkrete Informationen analysiert und aufbereitet wurden. Dann stellt sich die Frage: Wofür kann man sie verwenden? Was hat der Endkunde davon? Was ist wirtschaftlich interessant? Unter dem Stichwort "Big Data Analytics" arbeiten die T-Labs, Anwendungsbeispiele zu identifizieren und neue Geschäftslösungen und Endkundenservices zu entwickeln.

So wie die App "SureNow", eine Ad-hoc-Versicherung über das mobile Endgerät. Dahinter steckt ein innovatives Geschäftsmodell mit einem komplett neuen Ansatz. "'Big Data Analytics' bedeutet in diesem konkreten Fall zu erkennen, zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort ich einem Kunden eine für seine Situation passende Versicherung per Push-Benachrichtigung auf sein Smartphone oder Tablet schicke", erklärt Wegner. "Jemand, der an einem Samstag am Flughafen unterwegs ist, wird eher in den Urlaub fahren, als jemand, der am Donnerstag dort ist. 'Big Data Analytics' rechnet mit Wahrscheinlichkeiten – und lässt in diesem Fall die App nachfragen, ob eine Reiseversicherung interessant sein könnte."

Marktanalyse aus der Hosentasche

Eine weitere, vielversprechende Entwicklung aus den Reihen der Telekom Innovation Laboratories ist "Lookatme", eine Anwendung zur mobilen Marktanalyse. Das Konzept: Der Nutzer bekommt etwa nach dem Besuch im Saturn eine Benachrichtigung auf sein Smartphone oder Tablet mit der Frage, ob er direkt an einer Online-Umfrage teilnehmen möchte. So erhalten Unternehmen Kundenfeedback in Echtzeit: Wie war das Einkaufserlebnis? Wonach hat der Kunde im Saturn gesucht, hat er es bekommen, ist er zufrieden?

Die Vorteile für den Kunden: Als "Belohnung" bekommt er einen Wertgutschein für seinen nächsten Einkauf bei Saturn. "Vor allem aber ist das gesamte Prozedere für den Kunden transparent", erklärt Wegner. "Er entscheidet, an wen, wann und zu welchen Zwecken welche Daten gesendet werden und was er im Gegenzug dafür erhält."Anstatt unerwünscht und wahllos mit Werbung oder Angebote überschüttet zu werden, gibt der Nutzer sein Einverständnis, dass etwa Saturn ihn kontaktiert und seine Nutzerdaten aufnimmt – und steuert so den Datenfluss selbst.

Datenschutz immer auf der Agenda

Um neue Anwendungsszenarien im Rahmen von "Big Data Analytics" zu entwickeln, identifizieren Susan Wegner und ihr Team zuerst das Alleinstellungsmerkmal einer potenziellen neuen Lösung. Dann wird geprüft, ob diese rentabel – und technisch umsetzbar ist. "Schließlich blicken wir auf das wichtigste Thema bei allen Diensten, die direkt mit Kunden zu tun haben: den Datenschutz“, sagt Wegner. Bereits mit den ersten Überlegungen finden datenschutzrechtliche Fragen Berücksichtigung. Personenbezogene Daten werden ausschließlich mit der Einwilligung des Kunden ausgewertet. "Wir achten darauf, dass der Kunde jederzeit die Verwendung seiner Daten transparent nachvollziehen kann."
Dabei halten sie sich stets an die folgenden Leitsätze der Deutschen Telekom zu Big Data (pdf).

Quellen: Wikibon 2012, Big Data Market Size and Vendor Revenues, IDC Predictions 2012, Interne Hochrechnung
 

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