WebRTC - Web-based Communication

 

 WebRTC- Wenn Browser miteinander reden

 

WebRTC – was ist das überhaupt?
Die Abkürzung WebRTC steht für „Web Real-Time Communication“, also Echtzeitkommunikation über den Browser. Das bedeutet, dass mit dieser Technologie, die im Moment maßgeblich von Google (Chrome),  Firefox und Opera unterstützt wird, sowohl Sprach-  als auch Videotelefonie direkt über den Browser ohne zusätzliche Software ermöglicht wird. Da bei Smartphones und den meisten PCs, Notebooks und Tablets Webcam, Mikrofon und Lautsprecher schon integraler Bestandteil sind, kann man online sofort kommunizieren. Daneben können auch alle anderen Arten von Dateien ausgetauscht werden, WebRTC beschränkt sich also keineswegs auf Audio- und Video-Inhalte. Auf Android-Geräten wird WebRTC ebenfalls von den mobilen Chrome- und Firefox-Versionen unterstützt. 

Warum beschäftigen sich die T-Labs mit WebRTC?
Für die T-Labs ist das Thema in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung. Zum einen aus geschäftlicher Sicht. Betrachtet man den Forecast der prognostizierten Umsätze im klassischen Voice Umfeld, also die Einnahmen aus der herkömmlichen  Sprachtelefonie, so sieht man einen eindeutigen, sehr relevanten Rückgang über die nächsten Jahre. Die Ursachen dafür sind vielfältig, wichtig jedoch ist die Schlussfolgerung, welche man daraus zieht – und diese heißt ganz klar:

Es bedarf alternativer Dienste und Geschäftsmodelle, welche für eine Kompensation tauglich scheinen. Die T-Labs sind der Meinung, dass sich diese Dienste maßgeblich auf der Basis von WebRTC entwickeln und gestalten lassen.
Die zweite Sichtweise ist eher Technologie- und Marktseitig geprägt. Schaut man auf die schon heute im Einsatz befindlichen Browser – sowohl auf PCs als auch auf Tablets oder Smartphones, so wird sehr schnell klar, dass es eine überaus große Menge von potentiellen Endgeräten gibt, welche als WebRTC - Kommunikations – Terminal fungieren können. Und hier liegt ein sehr großes Potential. Wenn es gelingt, für diese – bis 2019 geschätzten über 6 Milliarden WebRTC fähigen Endgeräte* und über 2 Milliarden Nutzer–attraktive Kommunikationsdienste zu entwickeln, lassen sich völlig neue Anwendungen, Dienste und Geschäftsmodelle sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden etablieren. Das dieses Feld Zukunft hat, spiegelt sich in der weiter wachsenden Zahl von schon heute über 200 aktiven WebRTC Softwareentwicklern, Gateway- Herstellern, Dienste-Anbietern und System-Integratoren.

Interview mit Joachim Stegmann (Leiter Future Communication, T-Labs) zu WebRTC

Was genau machen wir im Umfeld WebRTC ?
Die T-Labs beschäftigen sich innerhalb des Teams Future Communication seit 2012 mit diesem Thema und haben dazu 2013 ein größeres Projekt gestartet.
Zum einen geht es darum, eine möglichst universell einsetzbare Komponente zu schaffen, die es ermöglicht, dass die reine Browser zu Browser (Peer-to-Peer) Kommunikation in dem Sinn erweitert werden kann, dass sich beliebige WebRTC Browser mit anderen Domainen zugehörigen Browsern verständigen können oder dass es möglich wird, von einem Browser zu einem beliebigen anderen Telefon oder Terminal zu kommunizieren. Diese Komponente, mit ComX bezeichnet, wurde und wird bei den T-Labs entwickelt und ist in ihrer Funktionalität internationalen Produkten ebenbürtig, in einigen Aspekten sogar überlegen.


 Bild1: Prinzipdarstellung einer WebRTC basierten Ende-zu-Ende Kommunikation mit ComX

Weiterhin werden innerhalb des Projektes verschiedene konzernweite Anwendungs-Szenarien untersucht, konzipiert und prototypisch umgesetzt. So plant bspw. der Telekom-Kundenservice, in Zukunft verstärkt WebRTC für die effiziente Interaktion zwischen Kunde und Call-Center Agent einzusetzen. Erste Szenarien sind bereits in der Pilotierung. So können Kunden beim Besuch der Telekom-Webseite an ausgewählten Stellen durch einen einfachen Button Click direkt per Videochat mit einem Mitarbeiter verbunden werden. Weitere Szenarien umfassen die Kommunikation vom Browser zum Telefon oder das Screensharing.

Bild2: Customer Service Szenario mit WebRTC

Mit der T-Systems entwickeln die T-Labs eine smarte WebRTC Konferenz-Lösung, um zu validieren, inwieweit eine solche Lösung das interne Kollaborations-Portfolio sinnvoll ergänzen kann.

Außerdem arbeiten die T-Labs an der Etablierung einer konzernweiten WebRTC Community, mit dem Anspruch, als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um dieses Thema zu fungieren. 

 


 

*Disruptive Analysis Report, September 2014

 

 IFA 2014 - WebRTC Innovationen

 
click to play Thomas Scheerbarth und Uwe Nettelroth demonstrieren Kommunikation via Browser in Echtzeit.
click to play Thomas Scheerbarth und Uwe Nettelroth demonstrieren Kommunikation via Browser in Echtzeit.
 

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