
Prof. Dr. Alexander Raake

Prof. Anja Feldmann, Ph.D.
Prof. Anja Feldmann, Ph.D., erhält den mit 40.000 Euro dotierten Berliner Wissenschaftspreis 2011 des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Mit der renommierten Auszeichnung werden hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung gewürdigt.
Der mit 10.000 Euro dotierte Johann-Philipp-Reis-Preis wird alle zwei Jahre für herausragende innovative Leistungen auf dem Gebiet der Nachrichtentechnik verliehen und geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Alexander Raake.
Wie lässt sich das Internet an die Anforderungen einer zukünftigen Informationsgesellschaft anpassen und wie kann es schneller und sicherer gemacht werden? Von den Ergebnissen der Informatikerin profitieren Internetnutzer und Anbieter weltweit.
Anja Feldmann gilt in Deutschland als die Expertin für das Internet und gehört auch international zur Spitze bei der Erforschung des Netzes. Sie leitet seit 2006 den Stiftungslehrstuhl "Intelligente Netze und Management verteilter Systeme" der Telekom Innovation Laboratories (T-Labs) an der Technischen Universität (TU) Berlin. Im Rahmen ihrer Arbeit beschäftigt sich Prof. Feldmann unter anderem mit Systemen zur Abwehr gezielter Angriffe auf Hochgeschwindigkeitsnetze und mit neuen Anwendungs- und Nutzungsformen wie Chats, Web 2.0 und sozialen Netzwerken. Die hier gewonnenen Erkenntnisse sollen die Architektur des Internets weiter verbessern.
Für ihre Forschung hat Prof. Feldmann in diesem Jahr bereits den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2011 erhalten. Die Auszeichnung ist mit 2,5 Millionen Euro der höchstdotierte Förderpreis in Deutschland.
Der Berliner Wissenschaftspreis wird Anja Feldmann bei einer Festveranstaltung am 15. Februar 2012 ab 19.00 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt verliehen.
Der Johann-Philipp-Reis-Preis wurde am 15. November an Alexander Raake übergeben. Seit Oktober 2009 leitet er als Juniorprofessor das Fachgebiet „Assessment of IP-based Applications“ an den T-Labs. Das Fachgebiet beschäftigt sich mit der vom Benutzer wahrgenommenen Qualität von Multimediadiensten, deren Übertragung auf dem Internetprotokoll (IP) basiert. Da Qualitätsbeurteilungen immer subjektiv sind und vom Nutzer nur in der eigentlichen Situation geleistet werden können, wurden instrumentelle Methoden zur Qualitätsvorhersage entwickelt, die aufwändige nutzerzentrische Untersuchungen effizient ergänzen. Der Fokus der Forschung liegt dabei auf Sprach-, Audio- und Videoanwendungen.