Telekom Themenwoche IoT: Mehr Schutz durch intelligente Kleidung

24.06.2016 - Telekom Themenwoche IoT: Mehr Schutz durch intelligente Kleidung

 
Berit Greinke von der Universität der Künste Berlin präsentierte die intelligente Arbeitsjacke beim Presseworkshop am 21.6.16 im Berliner hub:raum
In Zusammenhang mit Industrie 4.0 gehören unter anderem die qualitätsgesicherte Echtzeitvernetzung von Produktionsstandorten, Maschinen-Kommunikation sowie die Integration und Automatisierung von Prozessen entlang der Wertschöpfungskette zu den relevanten technologischen Fragestellungen. Ein weiteres – äußerst wichtiges – Thema ist die Mitwirkung und Präsenz von Menschen im gesamten cyber-physicalischen System. An den Produktionsstandorten und bei den Produktionsprozessen ist die Integration menschlicher Entscheidungen und Interaktionen sowie die Berücksichtigung ihrer physischen Präsenz und ihrer Fähigkeiten für den Erfolg von Industrie 4.0 von entscheidender Bedeutung.

Zukunftsszenarien, in denen es darum geht, wie Menschen in Produktionsumgebungen navigieren und interagieren, dienen dazu, Anforderungen bezüglich der darin eingebundenen Netzwerktechnologien und Plattformen festzulegen. Das gilt insbesondere dann, wenn innovative technologische und konzeptionelle Ansätze mit Augmented Reality, Mensch-Maschine-Interaktion und tragbaren persönlichen Sensoren/Aktoren kombiniert werden.

Die „intelligente Arbeitsjacke“ wurde im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von den T-Labs und dem Design Research Lab der Universität der Künste Berlin entwickelt. „Das Ziel bestand darin, die Vorteile auszuloten, die tragbare Technologie bei Wartungsarbeiten in Industrieumgebungen bieten kann. Zugleich wollen wir einen Ausblick geben, wie die in diesen Umgebungen eingesetzten vernetzten Wearables am besten in Kommunikations- und IoT-Plattformen integriert werden können“, so Prof. Dr. Gesche Joost, Leiterin des Design Research Lab.

Unfallverhütung steht dabei im Mittelpunkt

  • Nähe: Ein in die Arbeitskleidung integriertes Warnsystem zur Verhütung von Unfällen, die durch Zerstreutheit, Unachtsamkeit oder durch eine nahende Gefahr in Form von Hindernissen verursacht werden, die sich außer Sichtweite befinden
  • Körperhaltung: Ein automatisches Rückmeldesystem, das in Hemden, Socken oder Handschuhen integriert ist, um die Körperhaltung der Arbeiter im Hinblick auf die Vermeidung von Gefahren durch das Anheben von Lasten während der Ausführung von Arbeiten zu prüfen, z. B. um Verletzungen durch das Tragen von Lasten zu verringern
  • Vitalparameter: Ein integriertes Sensorsystem in Form von Wearables oder intelligenten Textilien, um die Vitalparameter an empfindlichen Körperstellen bei extremen Temperaturen zu prüfen, sodass Verletzungen wie beispielsweise Verbrennungen oder Erfrierungen verhindert werden können.

Die intelligente Jacke - wie auch andere Wearables - stellt zukünftig eine neue Form von verbundenen Geräten oder Objekten dar, die über Internet of Things (IoT)-Plattformen vernetzt sind und zudem auch über Dienste und Anwendungen konfiguriert und bedient werden können. Die intelligente Jacke bietet die Möglichkeit, ihre Funktionen jederzeit an eine neue IoT-Anwendung oder –Umgebung anzupassen, und dient als Aktor/Sensor für mehrere Zwecke, die durch den jeweiligen Kontext vorgegeben sind – und sie ist logischerweise tragbar.

Um eine problemlose Integration in mehrere IoT-Plattformen, Cloud-Dienste und Anwendungen zu gewährleisten, sollte die Darstellung des Produkts oder das dazugehörige Datenmodell einheitlich strukturiert sein. Der oneM2M-Standard, der im Rahmen eines weltweiten Partnerschaftsprojekts wie 3GPP festgelegt wird, gibt eine Softwareschicht vor, die die Interoperabilität von Geräten und Diensten mit mehreren Plattformen ermöglicht. Ein weiterer wichtiger Aspekt von Wearables sind die vielfältigen Netzwerkanforderungen, z. B. geringe/hohe Bandbreite, niedrige Latenz bei Interaktionen und die Übertragung von geringen/großen Datenmengen. Diese Anforderungen werden optimal durch das Netz und die Infrastrukturen der Deutschen Telekom erfüllt.


Weiterführende Informationen:

Social Bookmarks („Soziale Lesezeichen“) sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) mit Hilfe einer Browser-Oberfläche von verschiedenen Benutzern durch Gemeinschaftliches Indexieren erschlossen werden. Sogenannte Social-Bookmark-Netzwerke können neben dem Sammeln von Links und Nachrichtenmeldungen auch zum Sammeln von Podcasts oder Videos konzipiert sein.
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