Hybrid Access - mehr Power durch intelligente Bündelung

29.01.2014 - Hybrid Access - mehr Power durch intelligente Bündelung

Hybrid Access  - ein vielversprechender Ansatz, um die Bandbreite des DSL-Anschlusses zu erhöhen

Die Idee ist einfach: mehrere Übertragungskanäle werden intelligent gebündelt. Die Telekom Innovation Laboratories (T-Labs)  arbeiten im Innovationsprojekt "Integrated Access for Residential Customers" daran, leistungsfähige Lösungen dafür zu entwickeln und zu erproben. Die Steigerung der Bandbreiten des Festnetzanschlusses ist ein wesentlicher Bestandteil der „Integrierten Netzstrategie (INS)“ des Konzerns, mit der steigenden Kundenanforderungen begegnet wird.

 

Mehr Power

Dienste wie etwa Video Streaming, Gaming oder Cloud Computing erfordern höhere Bandbreiten, damit sie qualitativ überzeugend von den Kunden wahrgenommen werden. Auf dem Weg zum schnellen Internet verursacht die Erschließung von Haushalten mit Glasfaser (Fiber-to-the-Home) speziell in vorstädtischen und ländlichen Gebieten jedoch überdurchschnittlich hohe Kosten. Aber auch in Stadtgebieten kann es zu kurzfristigen Anforderungen höherer Datenraten kommen. Hier setzt die Idee des Integrierten Netzzugangs an: mehrere verfügbare Übertragungskanäle werden gebündelt, um so die Datenrate signifikant zu steigern.

Intelligente Bündelung von DSL und LTE

Im ersten Schritt geht es um die intelligente Bündelung eines DSL-Festnetzanschlusses mit einem Mobilfunkanschluss auf LTE Basis. Die wahrgenommene Qualität wird dadurch für den Festnetz-Kunden deutlich verbessert sowie auch ein Ausfallschutz angeboten. In dem Projekt INAR wurden verschiedene Prototypen realisiert und im Labor und im Feld eingehend erprobt. Zudem ist ein Simulationstool entstanden, um für verschiedene Netz- und Diensteszenarien die vom Kunden wahgenommene Dienstequalität sowie die Aufteilung des Verkehrs auf das DSL- und Mobilfunknetz zu modellieren. Gemeinsam mit Technology Europe und der Telekom Deutschland laufen unterschiedliche Tests dazu basierend auf dem T-Labs Hybrid Access Prototypen.Im nächsten Schritt werden andere Bündelungsmöglichkeiten wie z.B. die Bündelung benachbarter DSL-Anschlüsse untersucht. 

Das steht technisch dahinter

Das Konzept basiert auf einer Client-Server Architektur. Die Software für die Prototypen wurde auf Basis von Linux unter Verwendung eines im Netzwerk-Stack modifizierten Kernel realisiert. Dabei werden die einzelnen Bündelungskanäle zwischen Client und Server terminiert. Der Server ermöglicht das gleichzeitige Betreiben mehrere Clients und stellt auch die Schnittstelle zum Internet dar. Das Besondere an der Lösung ist der darunter liegende intelligente Algorithmus für die Bündelung: Der entscheidet für jedes zu transferierende IP-Paket, welcher Übertragungskanal zu bevorzugen ist. Die über die verschiedenen Wege empfangenen IP-Pakete werden darauf basierend zusammengefügt und neu geordnet. Dabei werden auch Übertragungseigenschaften des Kanals wie etwa Verzögerung und Datenrate berücksichtigt. Besonderer Fokus der Implementierung ist ein sogenannter „Cheapest Pipe First“ Algorithmus, mit dem zunächst die Kapazität der DSL-Leitung voll ausgenutzt wird, bevor bei höherem Bandbreitenbedarf LTE als „Booster“ hinzugenommen wird.

Presseecho

 
Social Bookmarks („Soziale Lesezeichen“) sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) mit Hilfe einer Browser-Oberfläche von verschiedenen Benutzern durch Gemeinschaftliches Indexieren erschlossen werden. Sogenannte Social-Bookmark-Netzwerke können neben dem Sammeln von Links und Nachrichtenmeldungen auch zum Sammeln von Podcasts oder Videos konzipiert sein.
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