Virtuelle Set-Top-Box - TV-Benutzeroberfläche aus der Cloud

04.09.2013 - Virtuelle Set-Top-Box - TV-Benutzeroberfläche aus der Cloud

Die Virtualisierung von Set-top Boxen beschleunigt Innovationszyklen und ermöglicht Kosteneinsparungen

Bisher eingesetzte Set-Top-Boxen erweisen sich immer mehr als Barriere für die schnelle Einführung von neuen TV-Diensten und graphisch anspruchsvollen, zeitgemäßen TV-Benutzeroberflächen. Die Leistungsfähigkeit - insbesondere von älteren Geräten - ist oft nicht mehr ausreichend für eine befriedigende Nutzungserfahrung. Zeitgleich steigen die Kosten für Anpassungen oder sind aufgrund des technischen Fortschritts - wie etwa der Einführung neuer Web-Technologien - nicht möglich. Vor diesem Hintergrund haben die
T-Labs bereits Ende 2011 Ansätze zur Virtualisierung von Set-Top-Box-Funktionalitäten analysiert und in ersten Feldtests untersucht. Im Rahmen der Medienveranstaltung "Netzoffensive", die am 3.9. mit dem Vorstand der Deutschen Telekom in Berlin stattgefunden hat, wurde die virtuelle Set-top-Box als ein wichtiger Treiber für TV-Innovationen erstmals öffentlich präsentiert. 

Die Virtualisierung der Set-Top-Box zielt primär darauf ab, die Ausführung von Anwendungen in die Cloud zu verlagern. Dort werden sie durch einen standardisierten Web-Browser ausgeführt und anschließend als Videodatenstrom (H.264/H.265) auf die unterschiedlichen Endgeräte übertragen. Zum Einsatz kommen dabei sogenannte HDMI-Dongles, Smart TVs, Tablets, PCs oder Smartphones. Auf diese Weise können selbst ältere und leistungsschwächere Endgeräte modernste und ressourcenhungrige Benutzeroberflächen flüssig ausspielen. Die virtuelle, cloud-basierte Set-Top-Box entkoppelt damit das Endgerät vom Entwicklungsprozess sowie vom Lebenszyklus von Applikationen und Diensten. Eingesetzt werden hierzu modernste Web-Technologien wie HTML5, CSS3 und WebRTC.


Thomas Staneker präsentiert die Virtuelle Set-top Box

Nach initialen Analysen des Cloud-Ansatzes für die Set-Top-Box-Funktionalität Ende 2011, haben die T-Labs seitdem gemeinsam mit Partnern wie ActiveVideo Prototypen entwickelt und getestet. Sowohl die Robustheit der Technologie als auch ihre Akzeptanz beim Nutzer wurden bei internen Technikeinheiten in Deutschland sowie jetzt durch “Friendly Users” im Netz der griechischen OTE ausführlich getestet. Im Verlauf des vierten Quartals 2013 wird ein weiterer Test im Rahmen des TeraStream-Feldversuchs in Kroatien stattfinden. Darauf folgen Aktivitäten zur Erarbeitung erster möglicher Vermarktungsstrategien.

Auf der Medienveranstaltung Netzoffensive wurden die Aktivitäten und Ergebnisse jetzt erstmals öffentlich gleich in zwei parallel laufenden Vorträgen präsentiert: Thomas Staneker, Head of  Shared Service Center TV, führte den Ansatz sowie den aktuellen Prototypen aus dem Test mit OTE in Griechenland vor. Dr. Thomas Kiessling, Chief Product & Innovation Officer, betonte die Bedeutung der virtuellen Set-top Box für Innovationen im TV- und Videoumfeld.

Die T-Labs haben die Verantwortung für das Forschungs- und Innovationsprojekt Virtuelle Set-Top-Box und stellen zudem eine auf HTML5 basierende prototypische Middleware bereit, die Dienste wie einen Video-on-Demand-Store, lokalisierte Elektronische Programmführer (EPGs) oder ein Portal für TV-Apps zur Verfügung stellt. Diese Middleware-Lösung wird auch in anderen Projekten innerhalb der Telekom-Gruppe eingesetzt. Partner im Projekt sind neben den Kollegen der OTE aus Griechenland und Kroatien - Hrvatski Telekom - das FMED Innovation Center Lab, T-Systems und das neu eingerichtete TV Shared Service Center in Budapest, Ungarn. 

 

Internationales Presse Echo

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